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Artikel im "Friesenjournal",
August
2008
Pferdemalerei
von Maria Mähler
Das
eigene
Pferd
als
Kunstwerk
an
der
Wand
–
das
steht
auf
der
Wunschliste
vieler
Pferdebesitzer
ganz
oben.
Das
Genre
der
Tier-
und
insbesondere
Pferdemalerei
entwickelte
sich
in
den
letzten
Jahren
sprunghaft.
Auf
Turnieren
und
Zuchtveranstaltungen,
auf
Pferdemessen
und
im
Internet
kann
man
fündig
werden,
wenn
man
einen
Pferdemaler
sucht.
Eine
von
Fachleuten
sehr
geschätzte
Pferdemalerin
ist
Maria
Mähler.
Wer
ein
naturalistisches
aber
mit
lockerem
Pinselstrich
gemaltes
Bild
sucht,
wer
das
eigene
Pferd
unverwechselbar
festgehalten
und
gekonnt
in
Szene
gesetzt
sehen
will,
der
wird
die
Entscheidung
für
ein
Bild
von
ihr
nicht
bereuen.
Pferde
faszinieren
sie,
solange
sie
denken
kann.
Achtjährig
fing
sie
mit
dem
Voltigieren
an
und
ritt
später
Schulpferde.
Ihre
Jugend
verbrachte
sie
im
Reitverein.
Doch
nach
und
nach
trat
das
Zeichnen
in
den
Vordergrund
und
die
Reiterei
rückte
an
zweite
Stelle,
bevor
sie
erst
ein
mal
ganz
auf
Eis
gelegt
wurde.
Als
16-jährige
begann
Maria
Mähler
neben
der
Schule
das
Abendstudium
an
der
Kunsthochschule
Berlin-Weißensee.
Der
strenge
Unterricht,
der
noch
nach
den
Grundsätzen
und
Methoden
der
klassischen
Zeichenakademien
verlief,
ließ
den
verheißungsvollen
Gedanken
an
Kunst
erst
ein
mal
vergessen.
Es
galt
ein
schweres
Handwerk
zu
lernen.
Das
Handwerk
des
Zeichnens
und
Malens.
Sie
vergleicht
es
gerne
mit
dem
Reiten:
„Malen
ist
wie
Reiten
ein
unheimlich
langer
Prozess
des
Lernens.
Bis
man
es
zu
einer
gewissen
Meisterschaft
bringt,
vergehen
viele
Jahre
und
auf
jeder
höheren
Stufe
des
Könnens,
bekommt
man
eine
Ahnung
von
dem
was
man
noch
nicht
kann.
Ausgelernt
hat
man
nie.“
Dem
Abendstudium
folgte
ein
Hochschulstudium
an
Kunsthochschule
in
Weißensee,
das
sie
1999
mit
dem
Meisterschülerdiplom
beendete.
Danach
arbeitete
sie
einige
Jahre
in
Berlin
für
Werbeagenturen
und
Textilfirmen,
bevor
sie
aus
der
Metropole
in
ein
abgelegenes
brandenburgisches
Dorf
zog.
Sie
war
seit
über
10
Jahren
nicht
mehr
geritten.
Aber
wie
das
so
oft
ist:
einmal
vom
Pferdevirus
erfasst,
gibt
es
kein
Zurück
mehr.
Schnell
stand
das
erste
eigene
Pferd
auf
dem
Hof
und
die
alte
Liebe
zu
den
verehrungswürdigen
Geschöpfen
war
wieder
da.
Als
sie
für
ihren
Freund
zum
Geburtstag
dessen
Quarter
Horse
Stute
malte,
war
die
Idee
einer
neuen
beruflichen
Herausforderung
geboren:
Pferdemalerei.
Wenn
Maria
Mähler
heute
vor
ihrem
vier
Meter
langen
Zeichentisch
sitzt,
ist
sie
umgeben
von
Pferden.
Vor
ihr
liegen
Entwurfsskizzen
für
ein
Auftragswerk,
an
einer
Pinnwand
hängen
erste
Ideen
für
ein
neues
Logo,
das
ein
Ausbilder
aus
der
Schweiz
in
Auftrag
gegeben
hat,
neben
ihr
auf
der
Staffelei
steht
das
fast
fertige
Portrait
eines
Lusitanos
und
im
Regal
steht
eine
lange
Reihe
von
Pferdebüchern,
die
sie
illustriert
hat.
Weil
sie
neben
der
zeichnerischen
Sicherheit
auch
ein
umfangreiches
reiterliches
Fachwissen
mitbringt,
beauftragen
Verlage
wie
der
Cadmos
Verlag
oder
der
Dressurstudienverlag
sie
gerne
wenn
es
um
Zeichnungen
für
Reitlehrbücher
geht.
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Doch
die
Künstlerin
illustriert
auch
andere
Themen.
Aquarelle
für
ein
Gartenbuch
malt
sie
ebenso
wie
Menschenportraits,
Landschaftsbilder
oder
Plakate
für
Kindertheater.
Aber
die
Pferde
bleiben
ihr
liebstes
Bildthema.
Wenn
Sie
Pferde
malt,
will
sie
einen
Ausdruck
für
vollkommene
Schönheit
finden
und
das
gelingt
ihr
immer
wieder.
Oft
wird
Maria
Mähler
gefragt,
wie
es
möglich
ist,
nach
Fotos
zu
arbeiten,
das
heißt
ein
Pferd
zu
portraitieren,
das
sie
nie
vor
sich
gesehen
hat.
Es
geht,
versichert
die
Malerin.
Wichtig
ist,
dass
sie
viele
Informationen
über
das
Pferd
bekommt.
Dazu
gehören
auf
jeden
Fall
mehrere
Fotos,
die
das
Tier
in
typischen
Situationen,
Haltungen
oder
Bewegungen
zeigen.
An
Hand
dieser
Fotos
entsteht
ein
Eindruck
von
dem
Pferd.
Oft
kristallisiert
sich
da
schon
heraus,
was
bezeichnend
für
dieses
Tier
ist.
In
einem
Telefonat
mit
dem
Besitzer
wird
dieser
Eindruck
vervollständigt.
Hier
fragt
die
Künstlerin
nach,
ob
beispielsweise
der
dominante
Ausdruck
eines
Pferdes
auf
den
Fotos
bestätigt
werden
kann,
oder
ob
ein
anderes
Pferd
tatsächlich
so
ruhig,
fast
ein
bisschen
verschlafen
ist,
wie
es
auf
den
Fotos
scheint
und
meistens
trifft
sie
damit
schon
ins
Schwarze.
Nicht
zuletzt
erfährt
sie
während
dieser
Gespräche
auch
etwas
über
die
Mensch-Pferd-Beziehung,
was
ihr
hilft,
das
Tier
ein
wenig
durch
die
Augen
des
Besitzers
zu
sehen.
Schließlich
soll
sich
seine
Reflexion
des
Pferdes
im
Bild
wieder
finden.
Damit
das
Bild
lebendig
bleibt,
legt
Maria
Mähler
Wert
darauf,
sich
nicht
sklavisch
an
der
Fotovorlage
festzuhalten.
Natürlich
müssen
die
individuellen
Proportionen
stimmen,
die
Besonderheiten
herausgearbeitet
werden,
aber
ein
gewisses
Maß
an
Interpretationsspielraum
ist
ebenso
wichtig.
Gefragt
nach
Ihren
Lieblingsbildern
antwortet
sie:
„Es
gibt
mehrere,
aber
immer
das
Bild,
was
gerade
fertig
geworden
ist,
habe
ich
regelrecht
lieb
gewonnen
und
jedes
Mal
fällt
der
Abschied
ein
bisschen
schwer.
Doch
wenn
ich
etwas
retten
müsste:
Das
Wichtigste
sind
mir
meine
Skizzenbücher.“
Weitere
Bilder
und
Informationen
finden
Sie
im
Internet
unter
www.maria-maehler.de
K.
Herrmann
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